Montageanleitung für Acryl Lichtplatten 10.03.2017 12:11

Montageanleitung für Acryl Lichtplatten Profil Sinus 76/18, Spundwand 76/18 und 177/51


Beachten Sie auch unbedingt unsere Allgemeinen Verlegehinweise.

Lichtplatten Lagerung - unbedingt beachten!


Die Lichtplatten sollten vor Sonnenlicht und Nässe geschützt und dementsprechend gelagert werden. Für Schäden, die durch unsachgemäße Lagerung entstehen, übernehmen wir keine Haftung.
Um Verfärbungen, Verformungen und Rissbildungen durch Wärmestau zwischen den Platten zu verhindern, empfehlen wir folgende Lagerung:
Die Platten sollten auf ebener Unterlage, gut belüftet gelagert werden und mit wasser- und lichtundurchlässigen hellen Abdeckungen, z. B. Planen abgedeckt werden.

Achtung!
Transportverpackungen sind bei längerer Lagerdauer zu entfernen und die Platten wie oben beschrieben zu lagern.

Bohren:

Es sollte ein Stufen- oder Kegelbohrer verwendet werden (siehe Zubehör). Glatte Bohrlöcher sind wichtig, damit sich an dieser Stelle keine Risse bilden. Die Löcher sollten ca. 5 mm größer sein als die verwendeten Schrauben, damit die Platten sich ausdehnen können. Sofern Alu-Kalotten zum Einsatz kommen beträgt der Bohrdurchmesser 14 mm.

Schneiden:

Am besten geeignet ist eine Kreissäge mit einem ungeschränkten Vielzahlzahn-Sägeblatt für Hartmetalle. Ein Ausbrechen der Schnittkanten wird durch einen Anschlag verhindert.

Umwelteinflüsse

Verlegeabstände der verschiedenen Profile bei 75 kg max. Belastung pro m²
Profil Stärke
in
mm

Maximaler Lattenabstand
für Dachverlegung in mm

Maximaler Riegelabstand
für Wandverlegung in mm

Sinus VLF 76/18
Acrylglas
Wabenstruktur/
Klima-Blue

1,8 600 800
2 600 800
3 850 1000
4,5

1000

1200

Spundwand VLF 76/18 Acrylglas

1,8

600

800

2,5

850

1000

VLF 177/51 Acrylglas (Prof. 5) 3
1200
1300
Verlegeübersicht

Eckzuschnitt:Plattenmontage
Um vierfach Überlappungen an den zueinanderlaufenden Ecken zu vermeiden, werden die Ecken der beiden mittleren Platten abgeschnitten. Zwischen den Eck-Schnittkanten sollte ein Freiraum von 10 mm gelassen werden.

Vorbereitung der Unterkonstruktion:
Die Unterkonstruktion muss aus verwindungsfreiem Material bestehen wie z. B. Leimholz oder Metall, damit an den Platten keine ungewollten Spannungen entstehen, die zu Rissen oder Verformungen führen können. Die Platten dürfen nur auf einer Laufbohle betreten werden. Die Unterkonstruktion sollte mit einer Schutzfarbe behandelt werden. Danach den Anstrich gut ablüften lassen, da unter Umständen Lösungsmitteldämpfe die Platten beschädigen können. Zur Platte zeigende Konstruktionsteile müssen hell sein, damit keine gefährliche Hitze entstehen kann, die eine Verformung oder Verfärbung der Platten zur Folge hat. Hierzu eignet sich helle Dispersionsfarbe oder Aluklebefolie.

Plattenmontage:
PlattenmontageDie seitliche Überlappung muss entgegengesetzt der Wetterseite erfolgen,
so dass starker Wind kein Wasser unter die Platten drücken kann. Überlappungen der Plattenlängen müssen mindestens 200 mm betragen (senkrechte Verlegung 150 mm). An jeder dritten Welle müssen die Platten mit der Unterkonstruktion verschraubt werden. Schrauben Sie NICHT durch die Überlappung, sondern bei der auflappenden Platte eine Welle vor der Überlappung und bei der unterlappenden Platte zwei Wellen nach der Überlappung (siehe Schema Seite 36). Die Platten auf gleichmäßige Auflage der Profile überprüfen und wenn nötig Feinanpassung vornehmen. Zur Befestigung eignen sich am besten Edelstahlschrauben mit einer EPDM-Dichtscheibe und den passenden Kalotten (siehe Zubehör), die auf den Wellenberg gelegt werden und anschließend verschraubt werden.
Achtung: Acrylglasplatten 177/51 (Prof. 5) sind MIT Abstandhaltern UND Kalotten zu verlegen.

Achtung Hitzestau!
Bei Verlegung von Zwischendecken oder Sonnenschutzmaßnahmen muss ein Abstand der Ebenen von mindestens 40 cm eingehalten werden (Abhängig von der Plattenqualität und der Raumgröße / Belüftung), da ansonsten bei Sonneneinstrahlung ein zu großer Hitzestau entsteht, der die Platten zum Verformen oder Reißen bringen kann. Aus diesem Grund darf auch keine Wärmeisolierung unterhalb der Platten angebracht werden. Ebenso dürfen die Platten nicht auf einem vorhandenen durchgehenden Untergrund wie z. B. eine Verschalung oder bestehender Decke montiert werden. Es muss immer für genügend Luftzirkulation gesorgt werden (Traufbelüftung und Firstentlüftung). Nicht erlaubter Hitzestau kann auch durch hohe Sparren oder Pfetten entstehen. An Traufe, First und Wandanschluss muss eine Belüftung von mind. 300 cm²/m freier Querschnitt vorhanden sein.

Dachneigung:
Die Dachneigung sollte mindestens 7° betragen. Ab 10° macht sich der Selbstreinigungseffekt bemerkbar.

Reinigung:
Mit Seife und lauwarmen Wasser. Bitte keine chemischen Reiniger, Scheuermittel oder Bürsten verwenden, da sonst die Platten verkratzen.

Diverses:
Durch Temperaturunterschiede arbeiten die Platten. Dies kann sich durch ein Knacken bemerkbar machen. Minimale Farbabweichungen sind durch unterschiedliche Rohstoffbeschaffungen möglich. Verwendete Abdichtungsmassen müssen mit Acrylglas verträglich sein.

Matenaleigenschaften

Lichtdurchlässigkeit
Acrylglas unstrukturiert

ca. 90% bei glasklar

Lichtdurchlässigkeit
Acrylglas strukturiert

ca. 85% bei glasklar
ca. 55% bei bronze

Toleranzen:

Länge (Platten unter 5 m)

+/- 10 mm

Länge (Platten über 5 m)

+/- 15 mm

Breite

+/- 5 mm

Stärke

+/- 0,2 mm