Montage Pfannenbleche 10.03.2017 12:03

Ermittlung von Mengen, Längen und Zubehör
Denken Sie vor der Bestellung daran, dass eine sorgfältige Ermittlung von Mengen, Längen und Zubehör zu einer reibungslosen Montage führen. Gerne ist unser Innendienstteam bereit, Ihnen entsprechende Informationen zu geben. Auf unseren modernen Flächenberechnungsprogrammen sind wir in der Lage, innerhalb kürzester Zeit Flächen zu berechnen und Verlegepläne zu erstellen. Im Folgenden möchten wir Ihnen jedoch vorab einige Besonderheiten darlegen, die bei der Ermittlung von Längen und Mengen unbedingt beachtet werden sollten.

Berechnung Profiltyp 1
Sofern Sie bei dem Profil Typ 1/1025 mehrere Profile mit unterschiedlichen Längen nebeneinander verlegen wollen, achten Sie bitte auf folgende Besonderheit. Durch passgenaue Zuschnitte der Profilblechtafeln ergeben sich unterschiedliche Längen der letzten Prägung im Firstbereich. Ist die letzte Prägung länger als 320 mm, prägt der Produktionsautomat automatisch eine zusätzliche Pfanne. Diese zusätzliche Pfanne dient der Verstärkung des Profiles im Randbereich. Ist die letzte Prägung unter 320 mm, läuft das Profil glatt aus. Somit ist eine genaue Berechnung im Vorfeld nötig, um verschiedene Längen nebeneinander zu verlegen.

BITTE LASSEN SIE DIESE BERECHNUNG VON UNS DURCHFÜHREN!

Reklamationen durch Falschberechnungen, die nicht durch unser Verkaufsteam getätigt wurden, werden nicht anerkannt! Bei einer zu verarbeitenden Profilblechlänge brauchen Sie nichts weiter zu beachten.

Überlappungsvorschrift für Pfannenbleche

Wenn die Dachlänge (A) mehr als 6,5 m beträgt, werden zwei Bleche benötigt. Beide Bleche werden mit einer Überlappung von mindestens 200 mm montiert. Errechnen Sie die richtigen Plattenlängen wie folgt: Halbieren Sie Länge A. Wählen Sie aus der nebenstehenden Tabelle die Länge, welche Ihrem Ergebnis am nächsten kommt. Achten Sie auf die Spalte mit dem richtigem Profiltyp. Die ermittelte Länge ist Länge B. Ziehen Sie von Länge A die ermittelte Länge B ab und rechnen Sie dann dem verbleibendem Maß 200 mm für die Überlappung hinzu. Das Ergebnis ist Länge C. Zur Kontrolle: B+C-D=A / Das Ergebnis ist wieder die Dachlänge! Achten Sie unbedingt darauf, dass die mit dem Maß B ermittelte Platte stets unten liegend montiert wird.

Blechlänge B ermitteln
Profile
Typ 2 / 1050
Typ 3 / 1120
Typ 4 / 1100
Profile
Typ 1 / 1025
550 600
900 1000
1250 1400
1600 1800
1950 2200
2300 2600
2650 3000
3000 3400
3350 3800
3700 4200
4050 4600
4400 5000
4750 5400
5100 5800
5450 6200
5800 6600
6150 7000

Berechnung der Plattenlängen bei versetzter Trauflinie
Wenn möglich, sollte schon bei der Planung der Konstruktion darauf geachtet werden, dass die Sparrenlänge der versetzten Traufe dem möglichen Pfannenprofilraster angepasst wird. Um dieses zu erreichen, muss von der Haupttrauflinie an abwärts in vollen Pfannenprägungen bis zur versetzten Trauflinie gerechnet werden. Für Profil Typ 1/1025 mit 40 cm, für Typ 2/1050, Typ 3/1120 und Typ 4/1100 mit 35 cm pro Pfannenraster.

Beispiel für Typ 2/1050 (35 cm Pfannenraster) Blechlänge zwischen First und Haupttrauflinie 500 cm.

versetzte Trauflinie + 35 cm = Blechlänge 535 cm
versetzte Trauflinie + 70 cm = Blechlänge 570 cm
versetzte Trauflinie + 105 cm = Blechlänge 605 cm
versetzte Trauflinie + 140 cm = Blechlänge 640 cm
versetzte Trauflinie + 175 cm = Blechlänge 675 cm

Das Beispiel lässt sich beliebig fortführen. Bei Einhaltung der 35 cm (40 cm) Profilraster bleibt im Traufbereich immer eine voll ausgeprägte Pfanne. Lässt sich das Einhalten der Profilraster auf Grund von vorhandenen Gebäudelängen nicht ermöglichen, muss der Traufbereich an dieser Stelle nachgeschnitten werden. Wählen Sie daher immer die längste Trauflinie als Haupttrauflinie, um möglichst wenig nachzuschneiden.




*Dieses Maß zur Hauptplattenlänge addiert, ergibt die Gesamtplattenlänge, vorrausgesetzt die Montage erfolgt in einer Plattenlänge. Andernfalls Überlappungsvorschrift (Abb. 9) genau beachten!

Um eine sichere Montage sowie die richtige Platzierung der Schrauben zu erreichen, ist eine genaue Einlattung der Unterkonstruktion unumgänglich. Montieren Sie zunächst die Trauflatte als Bezugspunkt. Ermitteln Sie jetzt die Überkragung der unteren Dachpfannenreihe in die Dachrinne und ordnen Sie die zweite Dachlattenreihe entsprechend des verbleibenden Abstandes zur ersten Querprägung an (Abstand A = variabler Abstand). Wichtig: Da die Schraube der unteren Pfannenreihe auf Grund des Überstandes zur Dachrinne nicht direkt vor der Querprägung angeordnet werden kann, muss die Trauflatte ca. 18 bis 20 mm dicker als die Regellatte sein, um den Höhenunterschied auszugleichen. Denken Sie dabei an einen ausreichenden Überstand des Profiles in die Dachrinne. Ab der zweiten Dachlattenreihe können Sie jetzt mit dem Regelabstand passend für das von Ihnen gewählte Profil weiter einlatten (Abstand B, siehe Tabelle entsprechendes Profil). Für eine kraftschlüssige Verschraubung der Profile ist es wichtig, dass die Schrauben in der Fläche möglichst nahe an der Querprofilierung im Wellental angeordnet sind. Die Anordnung der obersten Latte (Firstlatte) richtet sich nach Sparrenlänge und Dachkonstruktion. Bei einer Satteldachkonstruktion ordnen Sie die Latte 5 cm unterhalb des Sparrenendes an. In jedem Fall achten Sie bitte darauf, dass ein ausreichender Abstand zwischen den Profilen beider Dachseiten eingehalten wird um eine ausreichende Luftzirkulation zu gewährleisten.

Montage der WECKMAN-Profilbleche
Die Verlegerichtung unserer Pfannenbleche richtet sich nach dem von Ihnen gewählten Pfannenprofil. Profiltyp 1/1025, Typ 2/1050 und Typ 3/1120 werden von links nach rechts verlegt. Typ 4/1100 von rechts nach links. Achtung: Das Begehen der Profilbleche ist nur mit äußerster Vorsicht möglich. Treten Sie nur ins Wellental an den Punkten, wo die Bleche mit einer Schraube befestigt sind. Am sichersten ist das Begehen auf einer lastverteilenden Laufbohle möglich. Bezugspunkt für die Montage ist in jedem Fall die Traufe. Richten Sie die Bleche nicht nach dem Giebel aus. Spannen Sie zunächst eine Schnur entlang der Traufe. Beachten Sie hierbei den entsprechend bei der Einlattung ermittelten Überstand der Profilbleche in die Dachrinne. Decken Sie nun das erste Profilblech entsprechend der Dachlattenabstände Deckrichtung Ihres Profiltyps auf. Richten Sie die untere Kante des Bleches an Ihrer Schnur aus. Versetzen Sie das Blech soweit über den Ortgang, dass Sie eine komplette Abdeckung der Ortganglinie bis zum First erzielen. Sollte Ihr Dach nicht winkelig sein, schneiden Sie später den entstandenen Überhang des Bleches ab. Die Schnittkante wird dann vom Ortgangwinkel verdeckt. Das so ausgerichtete Blech fixieren Sie jetzt mit zwei versetzten, im Wellental angeordneten Schrauben. Ein Abrutschen des Bleches ist somit verhindert. Decken Sie jetzt das zweite Blech auf. Wichtig: Lappen Sie das Blech über die vorhandene Antikapillarrille (zusätzlich Wasser abführende Sicherheitsrinne für Längenüberlappung). Drücken Sie das Blech nach oben unter die Querprägung bis Sie an der Traufe eine Linie mit dem vorliegenden Blech erhalten.


Verbinden Sie jetzt das Blech mit dem ersten Profil und zwar nur an der Überlappung wie in Abb. 15a dargestellt. Achtung: Ordnen Sie die Überlappungsschrauben stets so an, dass Sie nicht in die unten liegende Antikapillarrille schrauben. Lösen Sie jetzt eine der zwei Schrauben, welche Sie zum Fixieren in das erste Blech geschraubt haben. Sie können jetzt noch einmal die gesamte Einheit etwas besser an der Schnur ausrichten. Bei sehr großen Dachflächen ist es auch möglich, drei Bleche an der Überlappung zu verbinden, um eine genauere Feinabstimmung an der Schnur vorzunehmen. Nach dem Ausrichten fixieren Sie auch das zweite und gegebenenfalls das dritte Blech mit einigen wenigen weiteren Schrauben. Prüfen Sie jetzt die weitere Reihenfolge der Montage Ihrer Bleche. Bei mehreren übereinander liegenden Blechen muss das Montage-Schema, wie auf der Abb. 13 bzw. 14 dargestellt, zunächst aufgeholt und dann eingehalten werden. Verschrauben Sie nun die Bleche entsprechend dem abgebildetem Schrauben-Schema (Abb. 19). Die weiteren Bleche montieren Sie dann ebenso wie oben beschrieben. Achten Sie darauf, dass Sie immer zunächst die Überlappungen und dann erst die Flächenbefestigung vornehmen. Als letztes schneiden Sie, falls nötig, die Überhänge an First und Ortgang nach. Bedenken Sie, dass nur Systemzubehör eine richtige Montage sowie eine lange Lebensdauer Ihrer Profilbleche sichert. Materialunverträglichkeit, z. B. Legierung der Schraubenschäfte sowie falsch eingestellte Gewinde der Blechverbindungsschrauben führen häufig zu Schäden und beeinträchtigen die Garantie!


Verlegeschema für Typ 2/1050 und Typ 3/1120


Verlegeschema für Typ 4 /1100

Achtung: Typ 1/1025 wird von links nach rechts verlegt, jedoch in der Reihenfolge wie Abb. 14


 
Befestigung der WECKMAN-Pfannenbleche
Um eine kraftschlüssige Befestigung Ihrer Weckman-Profilbleche auf die dafür vorgesehene Unterkonstruktion zu sichern, empfehlen wir die Tiefsickenbefestigung (siehe Abb. 17). Verwenden Sie hierfür unsere selbstbohrenden Sechskant-Systemschrauben mit Pulverbeschichtung (siehe Seite 17, Befestigungselemente). Wählen Sie für Holzunterkonstruktion unsere SKH-Schraube 4,8 x 35 mm oder für Stahlunterkonstruktion bis 4,5 mm unsere SKMSchraube 4,8 x 19 mm. Um eine ausreichende Verbindung der Bleche untereinander auf der Dachfläche herzustellen, werden die Längsüberlappungen mit unserer Sechskant- Systemschraube SKÜ 4,8 x 20 mm verschraubt. Die Schraube ist so anzusetzen, dass sie die darunterliegende Antikapillarrille nicht beschädigt (siehe Abb. 18). Überlappungen werden nicht mit der Unterkonstruktion verschraubt. Die Verschraubung der Dachfläche erfolgt gemäß nebenstehender Abb. 19 - Schraubanordnung. Wichtig ist jedoch, die Windangriffsflächen an den äußeren Dachkanten in jedem Wellental (First u. Traufe) und jeder Dachlatte (Ortgang) zu verschrauben. Längsüberlappungen werden bei Pfannenblechen in jeder Pfannenprofilierung unterhalb der Querprägung einmal verschraubt. Bei den hier angegebenen Werten handelt es sich um Richtwerte, die je nach Dachkonstruktion und Ausführung schwanken können.

1. SKH-Schraube für Tiefsicke, Pfannenprofil -
ca. 8,0 Stück/lfdm.
2. SKM-Schraube für Tiefsicke, Pfannenprofil -
ca. 8,0 Stück/lfdm.
3. SKÜ-Schraube für Überlappung, Pfannenprofil -
ca. 3,0 Stück/lfdm.

Die Verschraubung von Formteilen erfolgt als Blech-auf- Blech- Montage und wird ebenfalls mit der SKÜ-Schraube durchgeführt. Eine Verbindung der Schraube zur Unterkonstruktion darf nicht sein. Bei Verbindungen zu Holzunterkonstruktionen, z. B. Ortgangwinkel im Stirnbereich, verwenden Sie die SKH-Schraube für Holzverschraubung 4,8 x 35 mm. Den Schraubenbedarf für Formteile entnehmen Sie bitte den Seiten 9 bis 10, Kantteile.