Montage Trapezbleche Dach 10.03.2017 12:07

Nach geltendem Recht und Normen ist es heute unerlässlich, die Berechnung von Lasten durch Wind und Schnee für jedes Gebäude entsprechend der geltenden Wind- und Schneelastzonen zu berechnen. Die hierfür benötigten Angaben, sollten sorgfältig von einem fachlich qualifizierten Bauplaner zusammengetragen und berechnet werden. Die hierfür nötigen entsprechnenden Belastungstabellen unserer verschiedenen Profile finden Sie auf unserer Website unter > Belastungstabellen für Profilbleche <. f die fachgerechte verlegung sind pr verlegepl unverzichtbar.>

Montagevorbereitung
Aus den auf der Baustelle unverzichtbar vorliegenden prüfbaren Verlegeplänen müssen folgende Einzelheiten hervorgehen:

  • vorgesehenes Profilblech mit Profilbezeichnung
  • Blechstärken und -längen
  • statische Systeme für die Profilbleche
  • Montagerichtung
  • vorgesehene Befestigungs- und Verbindungselemente mit Typenbezeichnung, Anordnung und Abständen sowie besondere Montagehinweise je nach Art der Verbindung
  • Art und Einzelheiten der Unterkonstruktion, Konstruktionsabstände, Art und Ausführung der Auflager sowie Details von Längs- und Querrändern der Verlegeflächen
  • Dehnfugen
  • Öffnungen in den Verlegeflächen einschließlich erforderlicher Auswechslungen für z. B. Lichtkuppeln, Lichtbändern, Rauch- und Wärmeabzugseinrichtungen (RWA), Dachentwässerung, Notüberläufe usw.
  • Aufbauten oder Abhängungen (z. B. für Rohrleitungen, Kabelbündel, Unterdecken)
  • Einschränkungen bezüglich der Begehbarkeit der Profilbleche während der Montage.

Prüfen Sie vor Montage die vorhandene Unterkonstruktion auf Materialverträglichkeit, Unebenheiten, Auflagebreiten und Stabilität. Vorhandene Unebenheiten sind auszugleichen. Denken Sie auch hier an Kondensatschutz und die richtige Belüftung (S. 29). Achten Sie darauf, dass die Dachfläche nur auf lastverteilenden Laufbohlen begangen wird.

Unterkonstruktionsabstand und Ausschnürung
Richten Sie den Unterkonstruktionsabstand nach den vorhandenen Verlegeplänen aus. Beginnen Sie jetzt mit dem Ausschnüren der Trauflinie. An der Traufe dürfen die Profile ohne besonderen Nachweis maximal einen freien nicht unterstützen Überstand von 200 mm haben. Am First und Ortgang, sollte dieser jedoch höchstens 70 mm betragen.
Achten Sie auf genügend Überhang der Profile in die Dachrinne. Legen Sie unter Berücksichtigung dieser Faktoren jetzt die Trauflinie fest und schnüren diese als Verlegebezugspunkt aus.





Querüberlappungen
Weckman-Trapezbleche können bis zu einer Profillänge von 6 m auf einer Pfette oder Latte überlappt werden. Die Verschraubung beider Bleche erfolgt dann auf jedem Wellenberg (Obergurt) mittig der Überlappung in die Unterkonstruktion. Die Überlappung beträgt im Dachbereich 200 mm. Um Verstauchungen der Profile auf Grund von unterschiedlicher Ausdehnung zweier Profile zu vermeiden, werden Bleche mit einer Länge über 6 m mit einem Schiebestoß überlappt. Montieren Sie hierfür, wie in Abb. 21 u. 22 gezeigt, eine zweite Pfette oder Latte mit einem Abstand von ca. 25 cm zur Überlappungspfette der unteren Platte. Verschrauben Sie jetzt beide Platten oberhalb und unterhalb der Überlappung auf jedem Wellenberg (Obergurt). Verwenden Sie für die Dichtung von Querüberlappungen unser Dichtungsband 2 x 12 mm aus unserem Zubehörprogramm auf Seite 17.

Verlegerichtung und Reihenfolge
Da die Weckman Trapezbleche sowohl von links nach rechts als auch von rechts nach links verlegbar sind, empfehlen wir Ihnen vor Beginn der Montage die Deckrichtung festzulegen. Die Deckrichtung ist abhängig von den baulichen Begebenheiten sowie von der Wetterrichtung. Wir empfehlen Ihnen, sofern die baulichen Begebenheiten dies zulassen, die Trapezbleche entgegen der Wetterrichtung zu verlegen (siehe Abb. 20). Die Profilbleche sind an der unterlappenden Seite mit einer Antikapillarrille versehen, dies garantiert eine zusätzliche Dichtigkeit in der Parallelüberlappung (Ausnahme W35/1035 bzw. 35/207). Sollte der Wind Wasser durch die Überlappung der Profilbleche drücken, so wird dieses Wasser windgeschützt durch die Antikapillarrille abgeführt (siehe Abb. 23). Bei Dächern unter 10 Grad Dachneigung ist eine zusätzliche Dichtung der Parallelüberlappung (Längsüberlappung) erforderlich. Verwenden Sie hierfür unser Dichtungsband 2 x 12 mm aus unserem Zubehörprogramm auf Seite 17. Wichtig ist jedoch, dass Sie vor Beginn der Montage die erste Platte so herumdrehen, dass die Antikapillarrille zu der nächsten auflappenden Platte zeigt (siehe Abb. 23).

Montage WECKMAN-Trapezblech
Decken Sie nun das erste Profilblech entsprechend der bereits genannten Kriterien auf. Richten Sie die untere Kante des Bleches an Ihrer Schnur aus. Versetzen Sie das Blech soweit über den Ortgang, dass Sie eine komplette Abdeckung der Ortganglinie bis zum First erzielen. Sollte Ihr Dach nicht winklig sein, schneiden Sie später den entstandenen Überhang des Bleches ab (s. Montageanleitung Pfannenbleche Seite 34). Die Schnittkante wird dann vom Ortgangwinkel verdeckt. Fixieren Sie jetzt das Blech mit dem Gewicht der Platte entsprechenden Anzahl an Edelstahlschrauben auf dem Wellenberg (Obergurt). Legen Sie das nächste Profilblech auf. Achten Sie darauf, dass die Antikapilarrille immer unterlappt (Ausnahme: W35/1035 bzw. 35/207). Richten Sie auch dieses Blech an der Schnur aus.
Verschrauben Sie jetzt die Längsüberlappung mit Edelstahlüberlappungsschrauben oder vernieten Sie diese mit Nieten. Lösen Sie ggf. einige Schrauben im ersten Blech und richten Sie die bereits verbundenen Bleche nochmals an der Traufschnur aus. Bei der Verlegung mit Querstoß wird immer erst eine durchgehende Reihe von der Traufe zum First verlegt, bevor mit der nächsten Reihe an der Traufe begonnen wird. Die Ausnahme: W35/1035 bzw. 35/207 hat keine Antikapilarrille und kann daher auch zuerst an der Traufe durchgelegt werden.


Verschraubung
Weckman-Trapezbleche werden auf dem Wellenberg (Obergurt) mit Edelstahlschrauben und Kalotten auf die Unterkonstruktion geschraubt. Anzahl und Größe der Schrauben richtet sich nach der statischen Berechnung für Dach- und Wandelemente, welche einen entsprechenden Befestigungsmittelnachweis beinhalten und dem Verlegeplan zugrunde liegen. Liegt kein Befestigungsmittelnachweis vor, kann als unverbindlicher Richtwert für geschlossene „Normalgebäude“ empfohlen werden, dass an den Endauflagern der Bauelemente im Dachbereich mindestens auf jeden Wellenberg eine Schraube angebracht werden muss. Dies gilt ebenso für den gesamten Dachrand-Bereich. Sie haben die Möglichkeit sowohl in Holzunterkontruktion als auch in Stahlunterkontruktion eine selbstbohrende Schraube oder eine Gewindefurchende Schraube zu verwenden, wovon letztere vorgebohrt werden muss. Lieferbare Schraubengrößen finden Sie im Preisteil Seite 17. In jedem Fall aber gilt auch hier, der Befestigungsmittelnachweis der statischen Berechnung als Verbindlich. Als unverbindlichen Richtwert kann ein Schraubendurchmesser von 6,5 mm angenommen werden. Die Schraubenlänge bei Holzunterkonstruktionen bemisst sich nach der Profilhöhe + 50 mm Einschraubtiefe.
Wir weisen ausdrücklich noch einmal darauf hin, dass es sich hierbei nur um Richtwerte handelt, welche keinen Anspruch auf letztgültige statische Richtigkeit besitzen. In jedem Fall ist der einzig gültige Nachweis für Größe und Anzahl der Befestigungsmittel die statische Berechnung. Weitere Informationen über die Verlegung von Profilblechen erhalten sie vom Industrieverband für Bausysteme im Metallleichtbau e.V. unter www.ifbs.de.

Achtung: Für Fragen zur Montage steht Ihnen jederzeit
unser Außen-/Innendienstteam zur Verfügung!